Das Buch »Dilmun« verlangt seinem Leser einen ungewöhnlichen Leseprozess ab: Beim Durchblättern des Buchs sieht man zunächst nur unlesbare Muster und Formen. Der Inhalt des Buchs wird aus diesen im Buch übereinanderliegenden Formen gebildet und wird für den Leser erst zugänglich, wenn dieser das Buch beschneidet: Schicht für Schicht kann man ein Stück des Buchs abschneiden oder abschleifen und der Text, ein für dieses Projekt geschriebenes Gedicht des Dichters Kári Tulinius, kommt nach und nach zum Vorschein. Genau wie der Titel des Buchs, ist der Text dann am offenen Buchrand zu lesen. Der Leser setzt mit dem Leseprozess so auch einen destruktiven Prozess in Gang: Im Lesen wird das Buch unwiederbringlich zerstört.

Buch, 210 Seiten, 26,6 × 19,4 cm.